>pressestimmen<
 

Swatch und Co. macht uns froh
Aus: Bauherren & Immobilien Zeitschrift biz August/September 2001
unter dem Titel: Originelle Häuser 
(auch als pdf-datei 340k)

Dekoratives und Nützliches
"Der Hof" lädt ein - drei Tage der offenen Tür in Hamburg-Duvenstedt

Aus: DIE WELT vom 25.09.2003 (Bericht über Aktivitäten an unserem neuen Bürostandort)

Idee: Mehrzweckhalle unterm Rosengarten
Aus: Hamburger Abendblatt vom 06.01.2003 (Bericht über einen Vorschlag zur Erweiterung des CCH)
 

Neuer Wohnen? Zur Situation des Hamburger Wohnungsbaus
(Textauszug) Text: Gert Kähler
Aus: Architektur in Hamburg - Jahrbuch 2001, Herausgegeben von der Hamburgischen Architektenkammer, JUNIUS Verlag.

Hamburgs Höfe - Oasen zum Leben
Aus: Hamburger Abendblatt vom 26.07.2001 (Bericht über sieben Hamburger Innenhöfe)

Ein Hamburger Architekturbüro mit ungewöhnlichen Entwürfen, Zwei Denker denken und bauen
Aus: Stein auf Stein Massivhausjournal, Juliausgabe / 3-2001 

Drei Varianten, um an sieben Typenhäuser zu kommen: Ausgefallenes Design für jeden Geldbeutel
Aus: Hamburger Abendblatt vom 07.11.1998

Eben maßgeschneidert
Aus: Bellevue Nr. 12/98

Ein Mann und seine verrückte Idee, Architekt Denker (heißt wirklich so) erdachte das "lächelnde Haus"
Aus: Bild-Hamburg vom 30.09.1998

 

swatch und co macht uns froh


terrasse und balkone
Swatch und Co. macht uns froh

 "Wir denken, dass Gebrauchsgegenstände des Alltags in zunehmenden Maße designorientiert konsumiert werden. Dies gilt für Kleidung, Essen, Möbel, Autos. Die Swatch-Generation begeistert sich für peppige, fröhliche, leicht unkonventionelle In- und Outfits.
 Nur für das Haus sieht der Markt etwas düster aus, und zum Planer traut man sich nicht recht" (Nils und Finn Denker, Architekten in Hamburg)
 "Dass etwas nicht stimmt in der Formensprache in Deutschland, zeigt sich besonders in der Architektur. Das Haus, vornehmlich das Einfamilienhaus, ist nicht modern. Die Fertighaushersteller bieten eine Palette von mehr oder minder biederer Hausmannskost an", meinen Nils und Finn Denker, zwei Architekten, die in Hamburg das Büro denker.denker.architekten betreiben. "Wir wollen ansetzen mit einem Katalog vorkonfektionierter Typenhäuser, die wir von regionalen Handwerksfirmen anbieten lassen." Die Häuser fallen auf durch ihre ungewöhnliche Designsprache. Die steht für fröhlich, farbig und auf jeden Fall das Gegenteil von langweilig.
Ungewöhnlich heißt aber nicht, anders um jeden Preis, sondern mit Sinn und Verstand und der Funktion gerecht. Dem geht die Überlegung voraus, klassischen Zuordnungen von Räumen eine moderne Vernetzung zu geben. Das geschieht, indem die Verkehrsflächen im Haus nicht minimiert, sondern in die Räume einbezogen werden.
Bauherren verstehen diese Überlegungen am besten am Beispiel. Die Bereiche Küche und Essen gehören traditionell zusammen, aber auch Wohnen und Essen, ebenso wie der Lebensbereich Schlafen immer dem für Hygiene/Bad zugeordnet wird. Das bleibt in den Denkerentwürfen so, nur sind die einzelnen Bereiche nicht kästchenartig voneinander getrennt, wie im üblichen Einfamilienhausentwurf, sondern zugleich platzsparend wie raumöffnend miteinander verwoben.
 Im Haus "RO TONN DA" beispielsweise geht der Flur türlos in die Küche über, diese wiederum in den Wohnbereich, von dem aus die Treppe auf die Galerie führt. Viel Licht, das durch einen bis an die Dachfläche hochgezogenen Wintergarten ins Haus fällt, ermöglicht es, den offenen Flur des Dachgeschosses als zusätzlichen Spielbereich zu nutzen.

Erlebnis Haus - Hauserlebnis

 Flur und Küche sind mit jeweils 28 Quadratmetern etwa gleich groß, wenig größer ist der Wohnbereich mit 30 Quadratmetern Wohnfläche. 
Zusätzlich Platz findet im Erdgeschoss außer dem Gäste-WC ein knapp 28 Quadratmeter großes Gäste- oder Arbeitszimmer. Es ist der einzige (selbstverständlich außer dem WC) abgeschlossene Raum im Erdgeschoss. Trotzdem hat der Entwurf nicht etwa den Charme einer Bahnhofshalle, sondern wartet mit gemütlichen Ecken und Rückzugsflächen auf, wie sie für ein funktionierendes Zusammenleben verschiedener Familienmitglieder nötig sind.
 Diese modernen Grundrisse bleiben also den klassischen Raumfunktionszuordnungen treu, schaffen aber mehr Gleichwertigkeit der Räume untereinander und ermöglichen deren Umnutzung.
"Unsere Häuser sollen", so Finn und Nils Denker, "zu einem Erlebnis werden." Wenn man den Eingang betritt, setzt sich das Erlebnis "Innen" fort, nachdem das Erlebnis "Außen" bereits begonnen hatte. Der Raum weitet sich, er wird hier hell, dort hoch, weiter hinten rund. Er spiegeltein offenes, abwechslungsreiches und wenig ideologiebeladenes Leben wider.

Tonnendach bringt Stil, Raum und Höhe

 Die Denker-Typenhäuser sind Fertigteilhäuser, die in Skellettbauweise errichtet werden. Sie sind in Niedrigenergiebauweise oder sogar als Passivhäuser ausführbar.
 Tonnendächer, wie sie die beiden Architekten gern entwerfen, sind nicht nur ungewöhnlich, sondern äußerst sinnvoll, denn sie bringen Raum- und vor allem Stehhöhe im Dachgeschoss, ohne dass Drempel nötig sind und ohne Vorschriften für eine eingeschossige Bauweise zu überschreiten.
Außerdem, so die beiden Denker, sollten Vorschriften etwa von Baubehörden oder B-Plänen niemals Hinderungsgrund sein beim Entwerfen von Neuem und Modernem und sind bei klugen Konzepten auch immer einhaltbar.

Preise zwischen gut und besser

 Die Preise der Hamburger Typen liegen mit 2.800 bis 4.200 DM pro Quadratmeter durchaus im durchschnittlichen Baukostenbereich. Sie können zusätzlich vom Bauherren beeinflusst werden, denn er kann sich sein individuelles Haus entweder von einer Firma fix und fertig errichten lassen oder eine komplette Ausführungsplanung mit Leistungsverzeichnissen zur Angebotseinholung erhalten oder schließlich nach den durch das Architekturbüro erstellten Plänen das Haus selber bauen. PWM

Aus: Bauherren & Immobilien Zeitschrift biz August/September 2001
unter dem Titel: Originelle Häuser

(auch als pdf-datei zum download 340k)

 

Neuer Wohnen? Zur Situation des Hamburger Wohnungsbaus
(Textauszug)

Wie wohnt wer in Hamburg? Jetzt und in Zukunft? Gibt es Neues, muss es Neues geben? Was bedeutet heute noch >Grundrissqualität<? Viele Fragen, und es gibt noch mehr.

Text: Gert Kähler

(... ...)

 Immerhin: Einer macht auch in Hamburg Vorschläge. Das Büro de.de.Architekten erfindet das >Hipp-Hopp-Housing< als Beitrag zur Belebung des Einfamilienhausmarktes. Das klingt sowas von hip (oder hop?), dass man den Architekten nur Glück bei der Vermarktung wünschen kann: Sieben verschiedene Typen mit witzigen Namen (>borro mini<, >ro Tonn da<, >mas taba<) und lustigen Formen. Selbst das Hamburger Abendblatt berichtete unter der Überschrift >Ausgefallenes Design für jeden Geldbeutel<, womit reine Baukosten von 400 000 bis 500 000 DM gemeint sind, sofern man nicht in Eigenleistung baut. Wenn man die angebotenen Typen nicht zu buchstäblich nimmt, sondern in ihnen ein Angebot sieht zwischen der Verzweiflung über das Standard-Einfamilienhaus und dem Versuch, sich durch ausgeflipptes Design als jung-dynamisches Architekturbüro einen Namen zu schaffen, dann hat das seine Qualität, und die Grundrisse schlagen zumindest eine gewisse Offenheit der Raumzuschnitte und -formen vor. Insgesamt bieten auch diese so neu daherkommenden Häuser mehr Fassade als Inhalt.

(... ...)

Anmerkung der Architekten: Dies ist nur ein Vorschlag von uns. An Inhalten in unserer Architektur besteht kein Mangel. 

Aus: Architektur in Hamburg - Jahrbuch 2001, Herausgegeben von der Hamburgischen Architektenkammer, JUNIUS Verlag.

Ein Hamburger Architekturbüro mit ungewöhnlichen Entwürfen

Zwei Denker denken und bauen

Als denker.denker.architekten betreiben Nils und Finn Denker seit 1997 in Hamburg ein eigenständiges Architekturbüro. Der Name scheint Programm, denn mit ungewöhlichen Hausentwürfen, die maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Wohnwünsche bieten, versuchen sich die beiden seitdem auf dem Markt zu etablieren. Zwei kürzlich bei und in Hamburg realisierte Häuser in massiver Bauweise geben einen kleinen Einblick in die Vielfalt der denker.denker.architekten-Ideen.
Ein Einfamilienhaus in Glinde wurde aus Kalksandstein mit hinterlüftetem Verblendmauerwerk errichtet, hat eine Nutzfläche von 175 Quadratmetern und ist voll unterkellert. Das Interessante am Entwurf des Hauses mit 45°-Satteldach ist der in den Giebel integrierte Wintergarten.
Durchblicke und Einblicke in den Wohnbereich und das Dachgeschoss verleihen dem Haus Offenheit und Charme. Es lebt vom Lichtspiel zwischen hohen und niedriegen Räumen sowie hellen und weniger hellen Zonen.
Ein Beispiel gelungenen Lückenbebauung bietet ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen und Vollkeller in Hamburg. Die Architekten untergliederten das Objekt in eine zentrale Halle und zwei Baukörper und realisieren damit eine gedankliche Wiederaufnahme der links und rechts stehenden Einzelhäuser. Ein schlichtes Verblendmauerwerk an der Strassenseite fügt das Haus harmonisch in die Nachbarschaft ein. Zur Gartenseite hin hat es einen verspielten Charakter. Interessant wirkt es durch sein Tonnendach aus Edelstahlblech.Tiefgaragen lösen das Parkplatzproblem des städtischen Standortes.
Die Erdgeschosswohnung ist über eine großzügige Diele klar in Wohn- und Schlafbereich getrennt, die zwei Maisonettewohnungen haben Balkone zur Gartenseite hin.   K.A.

Aus: Stein auf Stein Massivhausjournal, Juliausgabe / 3-2001

Drei Varianten, um an sieben Typenhäuser zu kommen:

Ausgefallenes Design für jeden Geldbeutel

Warum soll man nur durch Kleidung, Möbel und Autos seine Lust auf Andersartigkeit und die Freude am schönen Design unter Beweis stellen? Diese Frage stellten sich die Hamburger Architekten-Brüder, Finn und Nils Denker (de.de.), und entwarfen einen Katalog von sieben vorkonfektionierten Haustypen, die quasi in Fertighausmanier aufgestellt werden können.
Das Besondere an de.de.-Häusern ist: Nicht nur die Formenvielfalt besticht - vom wellenförmigen Dach bis zur Abwandlung des Einfamilienhauses mit Pultdach-, sondern die aufwendige Gestaltung mit Holz- und Glasfronten. Grundsätzlich sind dabei alle Häuser aus Holz, die mit Lehmziegeln und Platten verkleidet werden.

Auffallend anders sind auch die Möglichkeiten gestaltet, an ein de.de.-Haus zu kommen. "Wir bieten unseren Kunden drei Varianten an, um an ihr Haus zu kommen", sagt Finn Denker. Ausschlaggebend war für diese Strategie nicht nur die Überlegung, für jeden Geldbeutel etwas anzubieten, sondern auch die "persönliche Note" jedes Haustyps durch die Möglichkeit der Eigenleistung des Bauherren zu unterstreichen. So kann sich der Kunde entweder dafür entscheiden, sein Haus komplett von einer Firma errichten zu lassen. "Dann kostet das Haus so um die 400.000 bis 500.000 Mark", sagt Denker. Oder er erhält vom Architektenbüro de.de. eine komplette Ausführungsplanung mit Leistungsverzeichnissen, um bei Handwerksbetrieben vor Ort die jeweils günstigsten Angebote einzuholen. Dann ist der Preis des Hauses abhängig vom jeweiligen Verhandlungsgeschick des Bauherrn. Eine letzte Variante besteht darin, nur das Paket Baueingabe und Statik für 8000 Mark von de.de. zu erwerben und das Haus dann nach den Plänen selbst zu erstellen.
 Durch diese drei Möglichkeiten kann der Kunde selbst bestimmen, wie teuer ihn ein Haus von de.de. kommt. 
 Gut zwei Monate dauert es, ein de.de.-Haus als Rohbau aufzustellen. Weitere zwei Monate sollten dann für den Innenausbau des Hauses eingeplant werden, womit schon klar wird, daß es sich bei den Typenhäusern eben nicht um gewöhnliche Fertighäuser handelt. Auffallend ist auch das große Raurnangebot mit bis zu 165 Quadratmetern Wohnfläche, wobei die beiden Architekten-Brüder durch großzügig angelegte Flure zusätzliche Spielflächen für Kinder eingeplant haben. Wer mehr über dieses Projekt erfahren möchte, kann sich bei de.de. unter Telefon 280 842-0 informieren. be

Aus: Hamburger Abendblatt vom 07.11.1998

Eben maßgeschneidert

Das Hamburger Architekturbüro Denker und Denker kommt mit individuellen Typenhäusern auf den Markt, die für jeden bezahlbar sein sollen.

Maßgeschneidert realisiert - die Idee der Architekten Finn und Nils Denker aus Hamburg bezieht sich auf Konzepte, Eigenheime für junge Familien zu schaffen. Herausgekommen sind typisierte Einfamilienhäuser mit so ungewöhnlichen Namen wie "mas taba", "rös´chen" oder ro tonn da". Die Nutzflächen der Holzhäuser, die nach einem festen Konstruktionsraster erstellt sind, liegen zwischen 153 und 197 qm. Optisches Markenzeichen der de.de.-Architekten sind die gewölbten Dächer mit Metalleindeckung. Trotzdem sind alle Typen flexibel genug, um auf gestalterische Wünsche des Bauherrn eizugehen. Der Preis wird bei rund 400.000 Mark liegen, was durch den Einsatz vorgefertigter Teile und dadurch schnellere Bauzeiten zustande kommt. Bei vorheriger Absprache ist es möglich, das Haus nach -Niedrigenergiestandard auszurüsten. Wohl eine gute Gelegenheit für Leute, die vom etwas anderen Haus träumen ...

Aus: Bellevue Nr. 12/98

Ein Mann und seine verrückte Idee

Architekt Denker (heißt wirklich so) erdachte das "lächelnde Haus"

Von Diana Kaufmann

Gucken sie sich mal diese Häuser an. Bunt, schrill, total ungewöhnlich. Würden Sie in so einem Haus wohnen wollen?
Warum eigentlich nicht? Drinnen sehen sie eigentlich aus wie jedes Haus. Nur die Optik - ein echter Hingucker!
Entwickelt haben die Häuser zwei Hamburger Nachwuchs-Architekten. Echte Denker. Und so heißen sie auch - Finn (39) und Nils (38) Denker, zwei Brüder aus St. Georg. "Die meißten Häuser sind doch mehr für ältere Leute gedacht" sagen sie. "Heute haben auch schon viele 30jährige genug Geld zum Bauen - und die haben einfach mehr Mut zum Ungewöhnlichen."
Vier Wände - warum eigentlich? Mauerwerk - muß das sein? Die Denker-Häuser sind aus Holz, das mit Lehm-Ziegeln und -Platten verkleidet ist. Die Dächer sind rund und aus Zink, Edelstahl oder Kupfer. Preise: ab 400.000 Mark.
Ganz pfiffig ist das Denker-Konzept: Entweder kauft man nur das Design plus Statik usw. und baut mit eigenen Handwerkern. Oder man kauft die ganze Bauplanung mit. Oder man bestellt das Haus fix und fertig - dann ist man ab 400.000 Mark dabei.
Besichtigen kann man ein Denker-Haus bisher leider noch nicht, außer im Computer. Aber vor allem Kinder sind von dem seltsamen Baustil begeistert. Die kleine Tochter eines Denker-Freundes sah diese Bilder und kommentierte sie so: "Guck mal, Papa - ein Haus, das lächelt!"

Aus: Bild-Hamburg vom 30.09.1998

Hamburgs Höfe - Oasen zum Leben

(...   ...)

Was hat dieser Hof schon alles erlebt: In den 70er-Jahren bot eine kleine Bretterbude in seinem Zentrum Rucksack-Touristen "Peace and Food". 1978 war mit dem friedlichen Miteinander im "Sleep Inn" Schluss. Dafür kamen die Modell-Wohnungen an der Längsseite des verwilderten Hinterhofs, aus deren verhangenen Fenstern man nicht nur an schwülen Sommertagen erhitzte Geräusche vernahm. Als die Bewohner Ende der 80er-Jahre die kleinen Stadtvillen verließen, zogen mit mehreren Kindertagesstätten andere Laute ein. Doch auch das fröhliche Kinderlachen ist längst verhallt, nun beherbergen die Häuser - frisch saniert - Büros und Wohnungen. "Aber Kinderspielzeug findet man beim Umgraben immer noch", erzählt Finn Denker (41, im Foto links). Mit seinem Bruder betreibt er an der Schmilinskystraße 26 in St. Georg das Architektenbüro de.de. Und schwärmt von "dem Herz" des Hofes, einem mehr als 100 Jahre alten Ahorn in seiner Mitte. Sechs Stockwerke hoch, ausladend, mit Efeu berankt, spendet er zu kreativen Arbeitsbesprechungen Schatten. "Eine Klimaoase", so Nils Denker (40), "die Luft ist dadurch auch im Büro besser als anderswo." Vor zwei Wochen der große Schock: In einem Gewitter brach nachmittags ein 4,50 Meter langer Ast vom Baum ab und fiel in den Hof. Finn Denker: "Hier ist eben immer Bewegung". 

(...   ...)

Aus: Hamburger Abendblatt vom 26.07.2001 (Bericht über sieben Hamburger Innenhöfe)

 

Hier der Einleitungstext:
 Hinterhof, das klingt nach Arbeiterklasse und Gelbfieber, modrigen Stiegen und Kindern, die sich im Staub prügeln. Schwarz-Weiß-Filme flackern im Gedächtnis auf, Szenen aus Berlin, Paris. Hinterhöfe, das sind aber auch die urig dunklen Kneipen, die Tüftler-Werkstätten und Gebrauchtwarenhändler, die nur Eingeweihte kennen. Das Duden Universalwörterbuch definiert den Hinterhof als "von Hinterhäusern eingeschlossener enger Hof (mit wenig Sonne und wenig Grün)".
 Aber ist das alles? Liegt der Charme dieser mal länglich schmalen, mal,quadratischen Flecken inmitten unserer Bebauung, die hauptsächlich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zur architektonischen und sozialen Trennung von Vorder- und Hinterhaus oder als schmale Durchgänge angelegt wurden, nur in dem düsteren Klang, der verborgenen Tristesse?
 Ein Blick in Hamburgs Hinterhöfe genügt, um das zu wiederlegen. Hier sprießt, rankt, blüht das Leben. Baumriesen, als kleine Setzlinge in den Kreis der hohen Häuser eingeführt, strecken längst ihre Äste über die Dächer hinaus. Und werfen den wohligen Schatten, der Entspannung in der Sommerhitze verspricht. Vögel finden hier sicheren Unterschlupf, tun ihre Anwesenheit vielstimmig kund. Bunte Blumenköpfe stecken sich der Sonne entgegen.
 Ob 30 oder 300 Quadratmeter: Im Hinterhof atmet Hamburg auf. Das stellten die Abendblatt-Reporter Charlotte Frank, Claudia Sewig (Text), Michael Rauhe und Astrid Ott (Fotos) bei ihren Streifzügen hinter den Fassaden fest. Auf dem Holzklappstuhl unter dem Orangenbäumchen wird die Kaffepause zum Kurz-Urlaub. Über die Wäscheleine vor dem Badezimmerfenster hinweg erfährt die Nachbarin die neuesten Geschichten vom Frisör. Kinder jagen sich im Blätterdschungel mit dem Gartenschlauch. Tobender Verkehr, Lärm und stickige Luft - sie bleiben draußen. Deshalb lieben die Hamburger ihre Hinterhöfe, besonders jetzt im Sommer. Im Abendblatt schildern sie ihre persönlichen Geschichten über Hamburgs versteckte Oasen.
Idee: Mehrzweckhalle unterm Rosengarten

Der Rosengarten in Planten un Blomen bleibt - und damit auch die Suche des Congress Centrums Hamburg (CCH) nach einem Standort für die gewünschte Mehrzweckhalle. Die Hamburger Architekten Finn Denker (42) und sein Bruder Nils Denker (41) haben das Problem einmal von der anderen Seite betrachtet und bieten einen außergewöhnlichen Lösungsvorschlag an: eine unterirdische Halle, direkt unter dem Rosengarten.

"Wir haben versucht die Voraussetzungen >idealer Platz f¸r die Anbindung an das CCH> und >keine Zerst–rung und Versiegelung von wichtigen Grün- und Parkanlagen> zu verbinden und zu versöhnen", erklärt Finn Denker.

Heraus kam die Idee der unterirdischen Rosenhalle. Und die sieht folgendermaŝen aus: Zu sehen ist von der Halle nur ein halbkreisförmiger Mauerring, der den Rosengarten von der Gleisseite her umschließt. Dort befindet sich auch der direkte Zugang. Die Halle selbst liegt komplett unter der Erde. Von Parkseite her bliebe der Rosengarten unangetastet, der Mauerring bietet gleichzeitig Schutz. "Man müsste lediglich das Niveau des ganzen Gartens um ein bis zwei Meter anheben, damit der Eingang direkt auf Gleishöhe liegt", sagt Finn Denker.

Inspiriert wurden die Brüder von dem dänischen Architekten Jörn Utzon (83), der für diese Art von Bauten bekannt ist. "Unter der Erde zu bauen fanden wir schon immer spannend", sagt Finn Denker.

Und wie sieht es mit den Realisierungschancen aus? Das müssen die Politiker entscheiden. Die beiden Denker-Brüder haben ihr Projekt jedenfalls Bausenator Mario Mettbach (50) und CCH-Geschäftsführer Paul Busse (64) zukommen lassen. Beide prüfen die Pläne zurzeit. (hpjb)

Aus: Hamburger Abendblatt vom 06.01.2003

zu den plänen

siehe auch Hamburger Abendblatt vom 07.01.2003

Dekoratives und Nützliches
"Der Hof" lädt ein - drei Tage der offenen Tür in Hamburg-Duvenstedt

Vom 26. bis 29. September ist es wieder soweit: "Open House" bei Martina Schulz - eine Tradition seit Jahren und immer wieder beliebter Anziehungspunkt für sehr viele Besucher. Un in diesem Jahr gibt es ganz besondere Neuigkeiten: Das Ensemble an der Poppenbütteler Chaussee hat sich einen neuen, branchenübergreifenden Namen gegeben: "Der Hof".
Er vereinigt unter seinem Dach wie bisher die renommierte Restaurierungswerkstatt für antike Möbel und Holzobjekte, handgemachte Oberflächen, Vergoldung, verschiedene Furniertechniken von Martina Schulz, das Angebot von auserlesenen antiken Möbeln des Kunsthändlers Jürgen Raabe, eine vielseitige Auswahl an Kleinantiquitäten - Glas, Porzellan und Silber - im Laden von Ingeborg Eck, sowie die Polsterwerkstatt Ernst Oldenburg.
Neu hinzugekommen sind das Architektenbüro "denker.denker" und die Home Company. Die aus Ohlstedt stammenden Brüder Finn und Nils Denker betreiben ihr eigenes Büro seit 1997. Sie entwickeln maßgeschneiderte Lösungen für Bauherren und Nutzer. "Wir meinen es ist heute besonders wichtig, sein Wohnumfeld so positiv wie möglich zu gestalten. Der Architekt lenkt dabei den Blick auf das Wesentliche, und seine durchdachten Lösungen sind nicht teurer als das Haus von der Stange." Während der drei Tage der offenen Tür gibt es Gelegenheit zu einem Informationsgespräch mit den diplomierten Architekten, sowohl für den Eigenheimbesitzer als auch für den generell Bauinteressierten.
Die Home Company bietet Dekoratives und Nützliches für Haus und Garten an. Geschenke und Anregungen haben auf dem "Hof" einen ständigen Platz bekommen. Das Angebot ist weit gefächert und zeigt Kunsthandwerk aus aller Herren Länder.
Neben den "Hof"-Bewohnern sind auch wieder zahlreiche Gäste vertreten: Bernd Balbierski - Klavier- und Cembalobaumeister, Tissa von Cramm - Illusionsmalerin, Ulrike Fenske - Schmuckgestaltung, Geertje Foth - Skulptur- und Gemälderestauratorin, Andrea Kaiser - Hutmacherin, Ina Klement und Gerhard Kaye - alte Thonet-Möbel, Heike Kurok - Porzellanmalerin sowie die Firma Erich Ludwig - Kofferetuies und Besteckeinrichtungen.
Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt: Der Apfelbauer aus dem Alten Land ist wieder da, das Croque-Mobil rollt an - und als Premiere: Chocolatier Phillipp Oldehus stellt Trüffel und Petit Fours her.
Der Hof öffnet Tür und Tor am 26., 27. und 28. September von 11 bis 19 Uhr und bietet eine Menge Interessantes und Wissenswertes, Dekoratives und Nützliches zum Thema Wohnen und Gestalten.


Aus: DIE WELT vom 25.09.2003

Mehr vom "Hof" finden Sie im Internet unter www.der-hof.net

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